Nachwachsende
Rohstoffe
Theater
 
Letztes Stück   Frühere Stücke   Improtheater?   Kontakt  


Venedig im Schnee
Eine Komödie von Gilles Dyrek

Aufgeführt Ende 2008


Nathalie und Jean-Luc passen wunderbar zusammen. Das erkennt man schon daran, dass beide denselben Kosenamen haben: Chouchou. Für die in wenigen Wochen bevorstehende Hochzeit gibt es noch jede Menge vorzubereiten. Aber alles erledigen sie gemeinsam und in einer wahnsinnig liebevollen Art. Um nicht zu sagen: in einer wahnwitzig liebevollen Art. Um nicht zu sagen: in einer unglaublich nervigen Art.

An diesem Abend sind Patricia und Christophe zum Essen eingeladen. Christophe und Jean-Luc haben vor zehn Jahren zusammen studiert und sich seitdem nicht mehr gesehen. Patricia und Christophe kommen bereits zerstritten bei ihren Gastgebern an. Patricia ist genervt und sagt nichts. Dass jemand sauer ist und deswegen nichts sagt, kommt in der heilen und liebevollen Welt von Nathalie und Jean-Luc natürlich nicht vor. Für Patricias Schweigen haben sie somit nur eine Erklärung: Sie kommt aus einem anderen Land und spricht eine andere Sprache!

Von ihren Versuchen, trotzdem mit ihr zu reden ("Du noch wollen Vorspeise?") ist Patricia anfangs noch genervter. Allmählich findet sie jedoch Spaß daran mitzuspielen. Sie fängt an in einer spontan von ihr erfundenen Sprache zu sprechen und behauptet, aus dem spontan von ihr erfundenen Land Chouwenien zu stammen, in welchem bis vor kurzem noch Krieg herrschte.

Christophe ist vollkommen entsetzt, aber ihm bleibt nicht anderes übrig als mitzuspielen.

Nathalie und Jean-Luc sind von der hanebüchenen Geschichte, die ihnen Patricia auftischt, restlos überzeugt. Gemeinsam bemühen sie sich nach Kräften, Patricia im Besonderen und das Chouwenische Volk im Allgemeinen mithilfe von Geschenken und Spenden zu unterstützen. Das macht Patricia noch mehr Spaß, was Nathalie und Jean-Luc wiederum zu noch mehr Hilfsbereitschaft anspornt. Und so schaukelt man sich gegenseitig immer höher, bis das Ganze schließlich mit einem tragischen Absturz endet.




Das Bottroper Blutbad
Geisel- und andere Dramen

nach der Komödie Das Oslo Syndrom
von Markus Voell

Aufgeführt 2007



In der Bottroper Bürgerbank spielen sich gleich mehrere Dramen ab:
Filialleiter Herbert von Bonnekämper-Halmertshof ist in schwere Erklärungsnot geraten. Denn Henriette, seine Ehefrau, ist dahinter gekommen, dass er ein Verhältnis mit der Bankangestellten Vanessa hat.

Und als wäre das noch nicht schlimm genug, wird nun, mitten im Ehekrach, auch noch die Bank überfallen.

Und als wäre dies immer noch nicht schlimm genug, handelt es sich bei den beiden Bankräubern ausgerechnet um die Rentner Walter und Hans-Georg. Mit ihrer kriminellen Unerfahrenheit und einem guten Schuss Trotteligkeit stolpern sie in den vermutlich stümperhaftesten Bankraub der Kriminalgeschichte.

Und als wäre das alles immer noch nicht schlimm genug, wird aus dem missglückten Bankraub nun auch noch eine ebenso stümperhafte Geiselnahme.

Da man sich so viel Blödheit am Stück kaum vorstellen kann, glauben Polizei, Rundfunk und Fernsehen, dass besonders skrupellose Gangster in der Bottroper Bürgerbank ein besonders brutales Blutbad angerichtet haben. Und weil bekanntlich alles immer noch viel schlimmer kommen kann, werden im weiteren Verlauf des Dramas aus Opfern Täter, aus Tätern Opfer, und das Ganze nimmt schließlich ein völlig unerwartetes Ende.